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Schulleben: Frauen und Holocaust |
Frauen und HolocaustLucille Eichengreen besucht unsere Schule26. April 2005 |
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| "Ich lebe noch, aber habe ich den Holocaust überlebt?" Das war eine der Antworten die Lucille Eichengreen auf Schülerfragen gab. Ihren Vortrag begann sie mit den Worten: "Ich bin in Hamburg geboren, in Hamburg zur Schule gegangen, in Hamburg beschimpft, bespuckt und mit Steinen beworfen worden."
Am 25. April war die Amerikanerin zu Gast in unserer Schule. Wie kam es dazu? |
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Im Deutschunterricht der Klassen 11 des beruflichen Gymnasiums wurde anhand von Kurzgeschichten die Thematik Holocaust und Judenverfolgung durchgenommen. Während der Lektüre "Der Vorleser" von Schlink haben sich die Schülerinnen und Schüler mit der Schuldfrage beschäftigt. Eine Klasse hatte die Aufgabe, Informationen über Überlebende zusammenzutragen und daraus jeweils ein persönliches Album zu erstellen. |
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Außerdem wurde die Gedenkstätte Schillstraße in Braunschweig besucht. Deren Leiter, Herr Frank Ehrhardt berichtete dann der Lehrerin, Frau Ute Herrfahrdt, über den Kontakt zu Frau Eichengreen und lud diese ein, an die BBS V zu kommen.
Die 1925 in Hamburg geborene Cecilie Landau hat im Alter von 16/17 Jahren beide Eltern sowie ihre kleine Schwester verloren. Sie selbst war lange Zeit im Ghetto Lodz, im Lager von Ausschwitz, Neuengamme und Bergen-Belsen. Auf den aushängenden Plakaten zeigt sie, wo sie gewohnt hat, wo sie gearbeitet hat, berichtet vom Hunger, vom Leid, von Ausgehsperren und von Deportationen, vom Elend bei den Transporten, von den Schornsteinen.... |
In eindrucksvoller Weise berichtet sie vor dem interessierten Publikum von rund 200 Schülerinnen und Schülern. Sie erzählt aber auch von der Befreiung durch die Briten, von ihrer Unterstützung, SS-Leute zu finden und zu inhaftieren, von den daraus resultierenden Bedrohungen gegen ihre Person und ihrer Ausreise in die USA, wo sie noch heute lebt. Dann liest sie noch zwei Geschichten vor; Geschichten aus ihrem Buch; Geschichten von Frauen, die sie im Krieg kennen gelernt hatte. Und sie drückt ihre Hoffnung und Erwartung aus: "Möge die Jugend dafür sorgen, dass sich so etwas nie wiederholt." |
Frau Eichengreen wendet sich speziell an die Jugend, sie sucht das Gespräch, versucht, die Fragen zu beantworten. Und das ihr das gelingt, zeigte nicht nur der langanhaltende Beifall; viele Schülerinnen und Schüler kauften sich eines ihrer Bücher und wollten es von der Autorin signieren lassen. Eine Schülerin hatte als kleines Dankeschön sogar ein Geschenk vorbereitet. |
Danke! Es war ein eindrucksvoller Nachmittag mit einer beeindruckenden Frau. Die Erinnerungen werden uns sicher noch lange begleiten. |
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