Vom 16. bis 21. Februar reiste die kleine Martha – das fröhliche Maskottchen der Martha-Fuchs-Schule aus Braunschweig – nach Dublin, um an der Europass Teacher Academy den Kurs „Artificial Intelligence Tools for Language Teachers“ zu besuchen. Was zunächst nach einer reinen Fortbildungswoche klang, wurde für Martha schnell zu einer besonderen Mischung aus neuen Unterrichtsideen, kulturellen Eindrücken und vielen Begegnungen mit Lehrkräften aus ganz Europa. Am Tag vor Beginn der Fortbildung erreichte Martha ihr Hotel – ein traditionelles irisches Gebäude.

Der Weg zu Europass Academy führte Martha durch einen Mini-Park, dem St. Mary’s Garden.

Am Montag startete das Programm mit einer Einführung in den Kurs und in das Lernen am Standort Dublin. Im Anschluss ging es direkt ums Kennenlernen: In einer Einheit zu Aktivitäten, Zielsetzung und dem Einstieg in die Stadt lernte Martha die anderen Teilnehmenden kennen. Besonders beeindruckt war sie davon, wie international die Gruppe war: Lehrkräfte aus Deutschland, Spanien, Portugal, Belgien, Finnland, Norwegen, Frankreich, Bulgarien und Polen waren dabei. Bereits bei den ersten Gesprächen merkte Martha, wie unterschiedlich Schule in Europa organisiert ist – und wie spannend es ist, voneinander zu hören: andere Stundenpläne, andere Prüfungsformate, andere Traditionen im Schulalltag.

Ein echtes Highlight am Montag war die International Food Fair. Alle teilnehmenden Lehrkräfte haben Spezialitäten aus ihren Ländern mitgebracht. Martha hat sich entschieden, HARIBO mitzubringen, weil doch das Modellunternehmen für den BuV Unterricht im Beruflichen Gymnasium an den deutschen traditionellen Süßwarenhersteller angelehnt ist. Zwischen kleinen Spezialitäten aus den jeweiligen Ländern wurde nicht nur probiert, sondern auch erzählt: über regionale Bräuche, typische Schul- und Esskultur und die kleinen Eigenheiten, die jedes Land mitbringt. Für Martha war das der perfekte Einstieg, weil sie sofort spürte: Diese Woche wird nicht nur „Fortbildung“, sondern auch ein Austausch über Perspektiven.

KI im Sprachunterricht: vom ersten Check-in zur sicheren Anwendung

Am Dienstag drehte sich alles um die Kernfrage: Wie kann KI sinnvoll im und für den Sprachunterricht genutzt werden? Der Tag begann mit einem „AI Check-in“: Wo stehen wir gerade, wie nutzen wir KI bereits – und welche Fragen oder Unsicherheiten gibt es noch? Martha fand besonders gut, dass offen über Chancen und Grenzen gesprochen wurde.

In den weiteren Einheiten ging es um die Anpassung von Prompts, also darum, wie man KI so „anleitet“, dass wirklich brauchbare Ergebnisse entstehen. Martha lernte: Gute KI-Ergebnisse sind selten Zufall – sie brauchen klare Ziele, präzise Aufgabenstellungen und oft auch ein paar kluge Nachfragen. Später wurde gezeigt, wie man mit KI vorhandenes Material überarbeitet, strukturiert und qualitativ anhebt. Genau das fand Martha extrem praktisch: Nicht alles muss neu erfunden werden – manchmal ist es am hilfreichsten, bestehende Arbeitsblätter, Texte oder Aufgaben auf ein neues Niveau zu bringen.

Workshops und Kreativität: Tools ausprobieren und Unterrichtsideen entwickeln

Der Mittwoch war ein echter Workshop-Tag: In mehreren Einheiten wurden KI-Tools praktisch getestet, Ergebnisse verglichen und Einsatzmöglichkeiten diskutiert. Martha nahm besonders mit, wie wichtig es ist, bei KI nicht nur an „schnell“ zu denken, sondern an pädagogisch sinnvoll: Was passt zu Lernzielen? Was fördert wirklich Kompetenzen? Und wo muss man als Lehrkraft bewusst gegensteuern, weil KI manchmal zu glatt, zu ungenau oder auch schlicht falsch sein kann? Alles wurde in einem Padlet festgehalten, so dass Martha auch zuhause noch Zugriff auf die tollen Impulse für Ihren Unterricht hat.


Am Donnerstag wurde es kreativ: Zuerst ging es um KI-Bildgeneratoren und deren Einsatz im Sprachunterricht – zum Beispiel für Schreibanlässe, Bildbeschreibungen, Storytelling oder Wortschatzarbeit. Danach stand Musik im Fokus: Wie kann man KI nutzen, um Musik in den Unterricht einzubinden, etwa für Aussprache, Hörverstehen oder kulturelles Lernen? Martha mochte diesen Teil besonders, weil er zeigte, dass Technik nicht nur effizient sein muss, sondern auch kreativ und motivierend sein kann.
Am Nachmittag bereiteten alle Teilnehmenden Inhalte für die Präsentation beim AI Festival vor. Martha war begeistert, wie aus vielen kleinen Ideen greifbare Mini-Projekte wurden: konkrete Aufgabenformate, Materialbeispiele und klare Tipps, die man direkt im Unterricht ausprobieren kann.

Abschluss, Zertifikate und der Blick über den Tellerrand
Am Freitag ging es ums Fertigstellen, Teilen und Reflektieren. Bei der Abschlussrunde und der Zertifikatsvergabe wurde deutlich, wie viel in dieser Woche passiert war – nicht nur fachlich, sondern auch menschlich. Martha nahm aus den Gesprächen besonders viel mit: Einblicke in andere Schulsysteme, andere Erwartungen an Schülerleistungen, unterschiedliche Formen der Digitalisierung – und viele kleine Traditionen, die Schule in jedem Land anders prägen.
Für Martha war diese europäische Perspektive fast genauso wertvoll wie das KI-Wissen selbst. Sie merkte: Gute Unterrichtsideen entstehen oft dort, wo Menschen ihre Erfahrungen teilen – und wo man merkt, dass andere vor ähnlichen Herausforderungen stehen, nur mit anderen Rahmenbedingungen.

Dublin erleben: Dialekt, Kultur und natürlich auch ein bisschen Pub-Life

Natürlich fand die Woche nicht nur im Kursraum statt. Dublin wurde für Martha zu einem zweiten Lernort. Umsichtig wie sie ist, hat sie natürlich besonders darauf geachtet, beim Überqueren einer Straße immer erst nach RECHTS zu sehen – schließlich fahren die Autos in Irland auf der – für uns „falschen“ – linken Seite. Eine Stadtführung machte die Stadtgeschichte lebendig, und in einer Irish Dancing Class durfte Martha selbst erleben, wie viel Energie und Gemeinschaft in irischer Kultur steckt. Auch die Pub-Besuche gehörten dazu – als echte Begegnungsorte, in denen man zuhört, redet, lacht und ganz nebenbei Sprache und Dialekt aufschnappt.
Gerade das fand Martha spannend: Sie hörte viel irisch gefärbtes Englisch, den besonderen Klang, die typische Sprechmelodie und die lockere Art, miteinander ins Gespräch zu kommen. So wurde „Language Teaching“ ganz praktisch: Sprache als gelebte Kultur oder wie die Iren sagen würden: “Martha had a lot of craic” (Martha hatte viel Spaß)

Fazit
Am Ende kehrte Martha nach Braunschweig zurück – mit einem Koffer voller Eindrücke, neuen Kontakten und einer Menge Ideen für den Unterricht. Sie hat gelernt, wie KI sinnvoll unterstützen kann, wie wichtig gute Aufgabenstellungen sind, und wie man Materialien smarter weiterentwickelt. Gleichzeitig hat sie Dublin als Kultur- und Sprachraum erlebt, Lehrkräfte aus vielen Ländern kennengelernt und dabei verstanden: Fortbildung ist am stärksten, wenn sie Wissen, Austausch und echte Begegnungen verbindet. UND: Die Fortbildung hat natürlich auch geholfen, diesen Bericht unter Zuhilfenahme von AI zu erstellen – aber Martha weiß natürlich auch, dass man bei AI Ergebnissen immer etwas nacharbeiten muss, das hat sie natürlich auch getan.